Hängt Ihre Heizungssteuerung im selben Netz wie Ihre Buchhaltung?

In vielen Betrieben ist das Netzwerk einfach mitgewachsen – heute kann jedes Gerät jedes andere erreichen. Warum Heizung, Maschinen und Gäste-WLAN nicht in denselben Netzbereich gehören wie Ihr Dateiserver.

In vielen Betrieben ist das Firmennetzwerk über die Jahre einfach mitgewachsen: Erst waren es ein paar Bürorechner und ein Server. Dann kamen Drucker dazu, die Telefonanlage, das WLAN, die Zeiterfassung, die Heizungssteuerung, vielleicht eine Maschinensteuerung in der Produktion und die Handys der Mitarbeiter. Heute hängt das alles nebeneinander im selben Netz – und jedes Gerät kann grundsätzlich jedes andere erreichen.

Das ist kein Grund zur Panik. Aber es ist eine Strukturfrage, die man einmal bewusst beantworten sollte.

Warum das ein Thema ist

Ein Netzwerk, in dem alles mit allem reden kann, funktioniert wie ein Gebäude ohne Innentüren: Solange nichts passiert, merkt man keinen Unterschied. Der Punkt ist ein anderer – viele Geräte im Firmennetz sind gar keine klassischen Computer. Eine Heizungssteuerung, eine Produktionsmaschine oder eine ältere Zeiterfassung läuft oft viele Jahre mit derselben Software, bekommt selten Updates und wird häufig von einer externen Wartungsfirma per Fernzugriff betreut.

Solche Geräte erfüllen zuverlässig ihren Zweck. Nur gehören sie nicht in denselben Netzbereich wie der Dateiserver mit Ihren Angeboten, Verträgen und Lohnunterlagen. Denn im gemeinsamen Netz gilt: Der Weg zur Heizung ist auch ein Weg in Richtung Ihrer Daten – und ein Fernzugriff, der für die Heizungswartung gedacht ist, endet nicht automatisch an der Heizung.

Umgekehrt gilt das genauso: Ein Problem auf einem Bürorechner sollte nicht Ihre Produktion erreichen können.

Wie es besser aussieht

Die Antwort heißt Netztrennung – das Netzwerk wird in getrennte Bereiche aufgeteilt, ähnlich wie Brandabschnitte in einem Gebäude. Typisch sind vier Bereiche:

Zwischen den Bereichen wird genau festgelegt, was nötig ist – und nur das. Die Zeiterfassung darf ihre Daten an den Server übertragen; die Heizungssteuerung muss den Dateiserver gar nicht erst erreichen können.

Was Sie selbst prüfen können

Drei Fragen genügen für eine erste Einschätzung:

  1. Wissen Sie, welche Geräte in Ihrem Netz hängen? Die Grundlage dafür ist ein aktuelles Inventar – warum sich das lohnt, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.
  2. Haben Gäste und private Handys ein eigenes WLAN – oder das Passwort vom Firmennetz?
  3. Erreicht Ihre Gebäude- oder Produktionstechnik Ihren Dateiserver? Wenn Sie es nicht wissen: Das ist die normale Ausgangslage in den meisten Betrieben – und genau der richtige Zeitpunkt, es zu klären.

Der Aufwand ist überschaubar

Netztrennung klingt nach Großprojekt, ist es aber meist nicht. In vielen Fällen lässt sie sich mit der vorhandenen Netzwerktechnik umsetzen und Schritt für Schritt einführen – zuerst das Gäste-WLAN, dann die Gebäudetechnik, dann der Rest. Der Betrieb läuft dabei normal weiter.

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Netzwerk heute aufgebaut ist und welche Trennung für Ihren Betrieb sinnvoll wäre: Sprechen Sie uns an – wir schauen uns das gemeinsam an.